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	<title>Die WegGefährten &#187; Suchterfahrungen</title>
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	<description>Verein für Suchthilfe - Hannover</description>
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		<title>Ein Abschiedsbrief an meine Suchtmittel</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 15:07:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterfahrungen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: right;">06.Juli 2007</p>
<p>Hallo Haschisch und Marijuana!</p>
<p>Im Frühjahr 1977 haben wir uns kennen gelernt. Ich war damals in einer Gruppe von Kumpels und habe mich dort wohl gefühlt, weil ich einfach so angenommen wurde, wie ich war, ohne, daß ich gefragt wurde, wer ich bin, was ich kann oder was ich habe.
Als Ihr in mein <p>mehr lesen <a href="http://weggefaehrten-hannover.de/suchterfahrungen/ein-abschiedsbrief-an-meine-suchtmittel">Ein Abschiedsbrief an meine Suchtmittel</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">06.Juli 2007</p>
<p>Hallo Haschisch und Marijuana!</p>
<p>Im Frühjahr 1977 haben wir uns kennen gelernt. Ich war damals in einer Gruppe von Kumpels und habe mich dort wohl gefühlt, weil ich einfach so angenommen wurde, wie ich war, ohne, daß ich gefragt wurde, wer ich bin, was ich kann oder was ich habe.<br />
Als Ihr in mein Leben getreten seid, hat sich die Sicht auf diese schöne Welt verändert. Ich habe immer viel Spaß mit Euch gehabt, an Wochenenden und auf Partys seid Ihr immer bei mir gewesen, habt mir geholfen, meine Minderwertigkeitskomplexe zu überdecken und mir die Welt etwas einfacher zu machen. Ich hatte plötzlich den Mut, einfach auf Mensch zuzugehen und sie einfach anzusprechen, habe mich getraut, allein auf der Tanzfläche in der Disco zu tanzen, ohne daß ich daran gedacht habe : „Was denken wohl die anderen, die an der Tanzfläche stehen, über mich ?“<br />
Das ging gut bis zum Tode meiner Mutter. Von dem Zeitpunkt an wurdet Ihr zu einem Hilfsmittel für meinen Alltag, um Tag für Tag zu bewältigen. Ich brauchte Euch, um mich nicht mit meine Gefühlen und der Realität auseinander setzen zu müssen. In den letzten Jahren habe ich gemerkt, daß Ihr mein Leben in der Hand habt und das ist nicht gut. Ich war einsam und allein, habe mich eingebunkert und niemanden an mich heran gelassen. Depressionen waren von nun an Euer Begleiter. Und ich war drauf und dran, mein Leben vorzeitig zu beenden.<br />
In diesem Frühjahr habe ich mich entschlossen, mich von Euch zu trennen. Ich bin der Meinung, daß ich Euch nicht mehr brauche. Und ich werde nun mein Leben selbst in die Hand nehmen und die Probleme, die ich durch Euch verdrängt und auch nur verwischt habe, selbst lösen.<br />
Es waren schöne Zeiten, aber auch schlechte Zeiten mit Euch.</p>
<p>Von jetzt an gehe ich meine eigenen Weg, ohne Euch.</p>
<p>Machts gut, OHNE MICH!</p>
<p>Wolfhard</p>
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		<title>Suchtlebenslauf Wolfhard</title>
		<link>http://weggefaehrten-hannover.de/suchterfahrungen/sucht-lebenslauf-wolfhard</link>
		<comments>http://weggefaehrten-hannover.de/suchterfahrungen/sucht-lebenslauf-wolfhard#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 14:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterfahrungen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>09.05.1958</p>
<p style="padding-left: 30px;">Geboren in Hannover von Vater Waldemar (Schlosser) und Mutter Erna (Hausfrau), Schwester Heiderose (5 Jahre älter)</p>
<p>1965</p>
<p style="padding-left: 30px;">Einschulung in die Grundschule</p>
<p>1968</p>
<p style="padding-left: 30px;">Wechsel von der Grundschule in die Realschule</p>
<p>1970</p>
<p style="padding-left: 30px;">Auszug der Schwester aus der elterlichen Wohnung</p>
<p>1971</p>
<p style="padding-left: 30px;">Wiederholung der 7.Schulklasse</p>
<p>1975</p>
<p style="padding-left: 30px;">Entlassung aus der Realschule mit Abschluss der Mittleren Reife  U N <p>mehr lesen <a href="http://weggefaehrten-hannover.de/suchterfahrungen/sucht-lebenslauf-wolfhard">Suchtlebenslauf Wolfhard</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>09.05.1958</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Geboren in Hannover von Vater Waldemar (Schlosser) und Mutter Erna (Hausfrau), Schwester Heiderose (5 Jahre älter)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>1965</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Einschulung in die Grundschule</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>1968</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Wechsel von der Grundschule in die Realschule</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">1970</span></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Auszug der Schwester aus der elterlichen Wohnung</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>1971</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Wiederholung der 7.Schulklasse</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>1975</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Entlassung aus der Realschule mit Abschluss der Mittleren Reife  U N D   Beginn der Berufsausbildung zum Industriekaufmann</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>1976</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Beginn mit Zigarettenrauchen</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>1977</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Erst-Kontakt mit Haschisch, Aufputschtabletten und LSD</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>11/1977 – 01/1979</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Erste ernste Beziehung zu Astrid W.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>01/1979</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Bestandene Abschlussprüfung zum Industriekaufmann nach ½-jähriger Verlängerung wegen Nichtbestehens der regulären Abschlussprüfung im Sommer 1978</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>03/1979</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Erster Auszug aus dem elterlichen Haus</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>09.05.1979</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Freundin Elisabeth H.hat mir mein Herz gebrochen</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>10/1979 – 12/1980</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">15 Monate Grundwehrdienst bei der Bundeswehr</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>1981 –1986</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Diverse Jobs, Fortbildungen, Lehrgänge, Praktika und Aushilfsjobs / In dieser Zeit zweimal aus finanziellen Gründen zu meinen Eltern zurückgezogen</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>1984</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Wenige Male Kontakt zu Kokain</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>11/1986 – 08/1990</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Verkäufer im Elektro-Kaufhaus Saturn-Hansa, Hannover</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">01/1989</span></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Dritter und letzter Auszug aus dem elterlichen Haus</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Sommer 1989</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Mein damaliger bester Freund Uwe M. hat mich beklaut, belogen, betrogen und unsere 13-jährige Freundschaft verraten</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>17.04.1990</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Meine Mutter stirbt mit 56 Jahren an Hirntumor</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>1990 – 1997</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Drei mehrjährige kaufmännische Verkaufstätigkeiten</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>1993 – 1996</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Beziehung zu Melanie M. war eine Riesen-Enttäuschung / Diese war bis heute meine letzte Beziehung</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>07/1999</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Erste Entgiftung in LKH Wunstorf in Bad Rehburg / Diese habe ich als Urlaub angesehen und nicht ernst genommen</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>08/1999 – 09/2002</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Reinigungstätigkeit im Restaurant „Backöfle“ in Hannover</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>04/2002 – 10/2002</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Erster Versuch der Drogenentwöhnung mit Hilfe der Drogenberatung PRISMA, von dort aus ambulante Therapie beantragt und eine stationäre Entwöhnungsbehandlung bewilligt bekommen, die ich dann abgelehnt habe</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">09/2002</span></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Kontaktabbruch zu meinem Vater von mir</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>01/2003 – 12/2003</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Freier Mitarbeiter in der Redaktion der Stadtteil-Zeitung „LINDENSPIEGEL“</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>11/2004</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Mein bester Freund Ulrich Sch. stirbt an Aids</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>22.12.2004</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich musste meine Katze SUSI wegen Krankheit und Altersschwäche einschläfern lassen</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>04/2004</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Information bekommen, dass mein Vater einen Schlaganfall hatte</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>05/2005</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Mein Kontaktabbruch zu meiner Schwester Heiderose</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>05/2005 – 11/2005</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Jeden Tag 3-5x Speed gezogen – Ich bin am Ende!!! Ich war kurz vor dem Vollzug eines Suizides, aber nicht gemacht.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>14.11.2005 – 11.01.2006</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Zweite Entgiftung im LKH Wunstorf in Bad Rehburg. Während dieser Zeit habe ich einen Betreuer beantragt und bekommen, der für mich alle finanzielle und behördliche Dinge regelt, und zwar freiwillig auf meinen Wunsch, und nicht per gerichtlichen Beschluss. Vorläufig noch bis 12/2008.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>07/2006 – 03/2007</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ein-Euro-Job in der Landschaftspflege – hat mir viel Spaß gemacht</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>11/2006 + 02/2007</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">jeweils einen dreiwöchigen Depressionsschub mit wieder sehr<br />
düsteren Gedanken, auch an Suizid</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>02/2007</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Entschluss gefasst, etwas gegen meine Depressionen zu unternehmen und mir Hilfe zu holen durch und mit Hilfe meine Hausarztes Dr.Ulrich Krieger-Bodek, bei dem ich seit Anfang der 80er Jahre in Behandlung bin, dem ich total vertraue und der meine Geschichte sehr genau kennt</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>06.03.2007</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Heute habe ich das letzte Mal mit illegale Drogen- und Alkohol-Konsum gefeiert, bevor ich in die Entgiftung nach Bad Rehburg gegangen bin</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>07.03.2007 – 12.04-2007</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Dritte und bislang letzte Entgiftung im LKH Wunstorf in Bad Rehburg – Hier habe ich mir selbst eingestanden, dass ich THC-abhängig bin und den Entschluss gefasst, eine Langzeit-Drogen-Entwöhnungstherapie zu machen, um meine Abhängigkeit zu bekämpfen. Außerdem habe ich wieder Kontakt von meiner Seite aus zu meinem Vater und meiner Schwester aufgenommen</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Seit 12.04.2007</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Auf Langzeit-Drogen-Entwöhnungstherapie in Wied / Westerwald in Rheinland-Pfalz in den Kliniken Wied bis 01.08.2007. Hier habe ich meine CLEAN-Entscheidung (kein Konsum von illegale Drogen, keinen Alkohol-Konsum, keinen Medikamenten-Mißbrauch) für meine Zukunft getroffen.<span style="text-decoration: underline;"><strong></strong></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Nachtrag:</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Seit dem Tage des Todes meiner Mutter am 17.April 1990  habe ich Haschisch und Marihuana zu meinem Alltag gemacht und fast täglich ca. 2-3 g hiervon geraucht bzw. konsumiert, nur um meine Gefühle nicht zuzulassen, zu unterdrücken und mich nicht mit dem Tode meiner Mutter auseinandersetzen zu müssen. Auch diverse illegale Drogen und Medikamente habe ich  seit dieser Zeit als Beikonsum genutzt.</p>
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